[update] ZAK-Pressemitteilung 15/2010: Landesmedienanstalten leiten Prüfverfahren wegen RTL2-Sendung "Tatort Internet" ein
03.11.2010
Kommission für Jugendmedienschutz(KJM) wird sich in ihrer Sitzung am 11. November 2010 mit „Tatort Internet“ beschäftigen
Die bundesweite Kritik und Proteste gegen das Sendekonzept von RTL2 sind groß. Trotzdem flimmern die Pranger-Beiträge weiterhin über den TV- und Internetbildschirm. Die Hessische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien(LPR) hat ein Prüfverfahren eingeleitet. Am 11. November tagt die Kommission für Jugendmedienschutz(KJM). Auch die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten(ZAK) wird sich mit diesem Fall beschäftigen. Die K13online Redaktion hatte bereits am 12. Oktober Beschwerde bei der LPR eingereicht. Mindestens zwei der Betroffenen wurden bereits mit realer Identität geoutet und haben ihre berufliche Existenz verloren. STOPPT den Missbrauch der Pressefreiheit...
Die Direktoren der Landesmedienanstalten begrüßen die gesellschaftliche Diskussion, die die bisher ausgestrahlten Folgen von „Tatort Internet“ auf RTL2 über die Gefahren in Chats ausgelöst hat. „Tatort Internet kann trotz mancher Zweifel an der Gestaltung der Sendung dazu beitragen, dass Eltern, die sich bislang nicht mit der Problematik beschäftigt haben, jetzt möglicherweise sensibilisiert sind und sich mehr dafür interessieren, mit wem ihre Kinder im Netz chatten“, erklärt der ZAK-Vorsitzende Thomas Langheinrich. „RTL2 richtet sich überdies auch an Zuschauer, die über die traditionellen Informationswege schwer zu erreichen sind. Das Thema verdient Aufmerksamkeit in allen Bevölkerungsgruppen.“
Unabhängig davon wird sich nach einer Vorprüfung durch die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien(LPR Hessen) eine Prüfgruppe der Kommission für Zulassung und Aufsicht(ZAK) mit der RTL2-Sendung „Tatort Internet“ beschäftigen. Das haben die Direktoren der Landesmedienanstalten in ihrer Sitzung in Mainz beschlossen. Die Prüfgruppe wird vor allem der Frage nachgehen, ob in den jeweiligen Beiträgen die mutmaßlichen Täter durch Äußerungen über ihre Lebenssituation für Außenstehende erkennbar waren und so Persönlichkeitsrechte verletzt und journalistische Standards missachtet wurden. „Ohne das Ergebnis der Prüfung vorwegzunehmen, gilt grundsätzlich, dass bei der Berichterstattung über Unglücksfälle, Straftaten, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren die Medien in der Regel keine Informationen in Wort und Bild veröffentlichen dürfen, die eine Identifizierung potenzieller Opfer und Täter ermöglichen“, so Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen.
Auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) wird sich in ihrer Sitzung am 11. November 2010 mit „Tatort Internet“ beschäftigen.
Darf eine Fernsehsendung potentielle Verbrecher in die Falle locken – und darf eine Ministergattin dafür werben? Wir sagen: NEIN - STOPP für RTL2 - Stefanie zu Guttenberg etc.
Zitate: Trotzdem ist die gefeierte Kanzlergattin in spe nach der Erstausstrahlung in die Kritik geraten. In der Sendung "Tatort Internet" werden mutmaßliche Kinderschänder "entlarvt" – mit Lockvögeln und versteckter Kamera. "Der mittelalterliche Pranger ist dem Rechtsstaat unwürdig", sagt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die strafrechtliche Verfolgung von Kindesmissbrauch sei allein Aufgabe des Staates.. Schauen Sie eine Video-Aufzeichnung mit einem Klick und diskutieren Sie im SWR-Forum hier: http://k13-online.krumme13.org/news.php?s=read&id=1838
Weiter News und Nachrichten im obigen Link
-------------------------------------------------
Tatort Internet: RTL2 Menschenjagd und Kriminalisierung des Internets
Heise-Online geschrieben von K13online
am 06.11.2010 um 19:46
Ministerin warnt vor Aktionismus bei Jugendschutz
Zitate Kritik übte die FDP-Politikerin an der RTL-II-Sendung "Tatort Internet". Dort werde den Zuschauern in irreführender Weise suggeriert, dass es Lücken im Gesetz gebe. Phänomene wie das Cyber Grooming, die sexuelle Bloßstellung oder Anmache im Internet, seien bereits jetzt strafbar. Leutheusser-Schnarrenberger beklagte, dass in der Sendung Täter an den Pranger gestellt und gleichzeitig den Behörden Informationen vorenthalten würden, wie dies etwa im Fall des Leiters des "Goldenen Kinderdorfs" in Würzburg geschehen sei... http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ministerin-warnt-vor-Aktionismus-bei-Jugendschutz-1131360.html
Fern-sehen.com geschrieben von K13online
am 05.11.2010 um 17:01
Video-Clip mit kritischer Kommentierung zur Sendung hier:
Bremen-Center-TV(Video-Clip) geschrieben von K13online
am 05.11.2010 um 16:41
Stadtgespräch "Kinder im Internet - Gefahren lauern überall"
Mittwoch, 3. November 2010 - 19:00 Uhr
Thema: Kinder im Internet - Gefahren lauern überall
Gäste: Markus Gerstmann (Medienpädagoge), Beate Krafft-Schöning (Journalistin), Anke Fürste (Dipl.-Sozialpädagogin) und Ruth König (Dipl.-Sozialpädagogin) http://www.bremen-center.tv/videocenter
Alle drei Gäste in den Sendung haben die Pädophilenjägerin(Fallstellerin)-Journalistin Beate Krafft-Schöning stark kritisiert. Von Einsicht keine Spur. Nur der dumme Pöbel gibt Ihr Recht und Lob. Da gehört Sie auch hin. Diese Frau als Expertin darzustellen ist eine Beleidigung für alle seriösen Experten. Beim Schmuddelsender und SEX-RTL2 Formaten ist sie jedoch sehr gut aufgehoben. Da hilft nur das Eine: Abschalten - Umschalten !!!